Warum der richtige Makler den Verkaufspreis um 10 % bis 15 % steigern kann

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Warum der richtige Makler den Verkaufspreis um 10 % bis 15 % steigern kann

Frank Kufleitner
von Frank Kufleitner

Warum der richtige Makler den Verkaufspreis um 10 % bis 15 % steigern kann und wie professionelle Verhandlung wirklich funktioniert

Sie haben sich entschieden, Ihre Immobilie zu verkaufen. Die erste Frage, die viele Eigentümer sich stellen: Brauche ich wirklich einen Makler? Schließlich kostet das Provision und das Internet ist voll von Plattformen, auf denen man sein Haus selbst inserieren kann.

Die ehrliche Antwort lautet: Ein erfahrener Makler ist keine Kostenstelle. Er ist ein Renditehebel. Wer die Verhandlung im Immobilienverkauf kennt und wirklich beherrscht erzielt messbar höhere Preise. Studien und Praxiserfahrungen aus dem deutschen Markt zeigen: Der Unterschied zwischen einem professionell begleiteten Verkauf und einem privaten Direktverkauf beträgt häufig 10 % bis 15 % des Verkaufspreises. Bei einer Immobilie mit einem Marktwert von 500.000 Euro sind das 50.000 bis 75.000 Euro netto in Ihrer Tasche.

💡 Das Wichtigste auf einen Blick
  • Der Unterschied zwischen Privatverkauf und professioneller Vermarktung liegt selten im Angebotspreis er entsteht in der Verhandlung.
  • Professionelle Makler kennen die Psychologie beider Seiten, setzen Ankerpreise strategisch und wissen genau, wann sie Zugeständnisse machen und wann nicht.
  • Die richtige Verhandlungsstrategie hängt von der Marktlage, dem Objekt und dem Käuferprofil ab ein guter Makler passt sie situativ an.

Warum der Preisunterschied entsteht und warum er so groß ist

Viele Eigentümer unterschätzen, wie komplex der Verkaufsprozess wirklich ist. Der Preis wird nicht beim Inserieren festgelegt er entsteht in der Verhandlung. Und dort spielen Faktoren eine Rolle, die sich kaum noch mit gesundem Menschenverstand allein navigieren lassen.

1. Emotionale Distanz als Vorteil

Wer sein eigenes Zuhause verkauft, ist emotional gebunden. Käufer wissen das und nutzen es. Sie machen kritische Anmerkungen über „den alten Grundriss" oder „die schwierige Parksituation" nicht aus Überzeugung, sondern als taktisches Mittel zur Preisminderung. Ein Makler reagiert sachlich, kennt die Gegenargumente und lässt sich von emotionaler Rhetorik nicht aus der Ruhe bringen.

2. Marktkenntnis als Verhandlungsbasis

Wer nicht weiß, was vergleichbare Objekte in Augsburg-Göggingen oder Friedberg zuletzt erzielt haben, kann kein überzeugendes Gegenargument liefern, wenn ein Käufer einen Preisabschlag fordert. Professionelle Makler haben Zugang zu echten Transaktionsdaten keine Angebotsdaten, sondern tatsächliche Abschlusspreise. Das ist ein erheblicher Informationsvorsprung.

3. Wettbewerb als Verhandlungsmittel

Ein erfahrener Makler präsentiert Immobilien nie einem einzelnen Interessenten exklusiv zumindest nicht zu früh. Durch eine strukturierte Vermarktung, die mehrere qualifizierte Käufer gleichzeitig anspricht, entsteht ein Bieterwettbewerb. Der ist oft der stärkste Preistreiber überhaupt.

⚠️ Häufiger Fehler beim Privatverkauf
  • Viele Eigentümer verhandeln mit dem ersten Interessenten, der sich ernsthaft zeigt aus Ungeduld oder Unsicherheit. Damit geben sie das stärkste Druckmittel preis: die Konkurrenz.
  • Ein professioneller Makler steuert den Prozess so, dass der Druck auf der Käuferseite bleibt nicht auf der Verkäuferseite.

Wie professionelle Verhandlung wirklich funktioniert

Verhandeln ist keine Kunst des Feilschens. Es ist ein strukturierter Prozess, der mit der ersten Ansprache eines Interessenten beginnt und erst mit der notariellen Beurkundung endet. Hier sind die zentralen Mechanismen, die einen erfahrenen Makler auszeichnen:

Ankerprinzip: Der erste Preis setzt den Rahmen

Der Angebotspreis ist kein Wunschzettel er ist ein strategischer Anker. Zu hoch angesetzt schreckt seriöse Käufer ab und verlängert die Vermarktungsdauer (was den Preis schwächt). Zu niedrig angesetzt verschenkt bares Geld und signalisiert Dringlichkeit. Ein guter Makler setzt den Preis so, dass er Verhandlungsspielraum lässt, ohne Substanz zu kosten. Das klingt einfach – ist es aber nicht.

Timing und Informationskontrolle

Wann werden welche Informationen geteilt? Wann wird das erste Angebot eingeholt? Wann reagiert man und wann wartet man bewusst? Profis wissen: Wer zuerst eine konkrete Zahl nennt, ist im Nachteil. Wer zuerst über einen anderen Interessenten informiert, erhöht den Druck auf den aktuellen Bieter. Diese Informationsökonomie ist ein zentrales Werkzeug.

Bedürfnisanalyse: Verstehen, was der Käufer wirklich will

Manchmal geht es Käufern nicht ausschließlich um den Preis. Einige brauchen Flexibilität beim Übergabetermin. Andere möchten Sicherheit bei der Finanzierung. Wer diese Bedürfnisse kennt, kann nicht-monetäre Zugeständnisse machen, die dem Käufer viel wert sind und den Verkäufer wenig kosten.

Verhandlungsstrategien je nach Situation ein Überblick

Kein Verkauf ist wie der andere. Ein guter Makler wählt seine Strategie situativ abhängig von der Marktlage, dem Objekt und dem Käuferprofil. Hier sind die wichtigsten Szenarien:

🔥 Strategie 1: Bieterwettbewerb (Seller's Market)

Situation: Hohe Nachfrage, wenig vergleichbare Objekte, mehrere qualifizierte Interessenten

Ziel: Verkaufspreis über Marktwert erzielen

Taktische Vorgehensweise:
  • Alle qualifizierten Interessenten werden gleichzeitig zum Besichtigungstermin oder in kurzer Folge eingeladen
  • Der Makler kommuniziert diskret, aber klar, dass mehrere Gebote erwartet werden
  • Bieter werden aufgefordert, ihr „bestes Angebot" bis zu einem definierten Datum einzureichen
  • Kein Gebot wird frühzeitig akzeptiert auch nicht ein attraktives, bevor alle Interessenten gehört wurden
  • Der Verkäufer entscheidet nicht allein nach Preis, sondern auch nach Bonität und Abschlusssicherheit des Käufers

Typisches Ergebnis: 10–15 % über dem ursprünglichen Angebotspreis sind in dieser Konstellation realistisch besonders bei Einfamilienhäusern in Augsburg, Friedberg und Kissing.

🤝 Strategie 2: Zielgerichtete Einzelverhandlung (Standard-Markt)

Situation: Solide Nachfrage, ein bis zwei ernsthafte Interessenten, normales Marktumfeld

Ziel: Angebotspreis halten oder minimale Zugeständnisse machen

Taktische Vorgehensweise:
  • Erstes Angebot des Käufers wird nicht sofort bewertet, sondern bewusst kurz offengelassen („Ich nehme das mit und melde mich")
  • Gegenargumente werden mit konkreten Marktdaten untermauert, nicht mit Emotion
  • Bei Preisforderungen unter dem Angebotspreis werden sachliche Gründe für den Wert präsentiert (Lage, Ausstattung, Energieeffizienz, Vergleichspreise)
  • Zugeständnisse werden nur gemacht, wenn der Käufer im Gegenzug etwas gibt (z. B. Verzicht auf aufschiebende Bedingungen oder schnellerer Abschluss)
  • Kein unnötiger Zeitdruck auf Verkäuferseite wird kommuniziert

Typisches Ergebnis: Angebotspreis wird gehalten oder Abschlag bleibt unter 2–3 %. Verkauf kommt zuverlässig zustande.

🛡️ Strategie 3: Wertsicherung bei sanierungsbedürftigen Objekten

Situation: Immobilie hat erkennbaren Modernisierungsbedarf, Käufer versucht Preisabschläge mit Mängeln zu begründen

Ziel: Überhöhte Preisabzüge verhindern, Verkaufspreis stabilisieren

Taktische Vorgehensweise:
  • Vorher: Transparenz über Zustand herstellen bekannte Mängel klar benennen und in der Preisfindung bereits berücksichtigen
  • Käuferseitige Gutachtenankündigungen werden aktiv begleitet, nicht gefürchtet ggf. eigenes Wertgutachten als Anker einholen
  • Hohe Preisnachlässe werden mit Kostenofferten aus dem Handwerk relativiert: „Die Sanierung dieser Positionen kostet nach aktuellen Marktpreisen X Euro nicht das Dreifache"
  • Hinweis auf Fördermöglichkeiten (BEG, KfW) für Erwerber: Sanierungsstau ist auch eine Chance für Käufer
  • Fokus auf Käufer, die den Zustand bewusst einpreisen (Selbstnutzer mit Eigenleistung, Investoren)

Typisches Ergebnis: Preisabschläge bleiben auf das faktisch begründbare Maß begrenzt. Emotional getriebene Forderungen werden sachlich entkräftet.

⏳ Strategie 4: Preisverteidigung bei langen Vermarktungszeiten

Situation: Objekt ist länger als 90 Tage auf dem Markt, Käufer nutzen das als Verhandlungsargument

Ziel: Preisreduzierung minimieren, Verkauf zum Abschluss bringen

Taktische Vorgehensweise:
  • Vermarktung aktiv refreshen neue Fotos, andere Plattformen, angepasste Exposé-Texte
  • Analyse: War der Angebotspreis zu hoch, die Vermarktung zu passiv oder das Objekt schlecht präsentiert?
  • Selektive Preiskorrektur: lieber einmalig eine klare Anpassung als schleichendes Nachgeben in Verhandlungen
  • Gegenüber Käufern: „Das Objekt wurde bislang sehr selektiv angeboten" statt „Es ist leider schon länger verfügbar"
  • Wenn Preiskorrektur nötig: Klar kommunizieren, dass dies einmalig ist keine Signalwirkung für weitere Verhandlungen

Typisches Ergebnis: Kontrolle über das Narrativ bleibt beim Makler. Preisanpassungen erfolgen strategisch, nicht reaktiv auf Käuferdruck.

🔑 Strategie 5: Abschlusssicherung bei zögernden Käufern

Situation: Käufer ist grundsätzlich interessiert, schiebt die Entscheidung aber immer wieder auf

Ziel: Kaufentscheidung herbeiführen, ohne Preis zu senken

Taktische Vorgehensweise:
  • Ursachenanalyse: Liegt es an Unsicherheit bei der Finanzierung, am Objekt selbst oder an äußeren Faktoren?
  • Konkretes Zeitfenster setzen: „Wir haben einen weiteren Interessenten, der sich bis [Datum] entscheidet ich möchte Ihnen vorab die Möglichkeit geben"
  • Bei Finanzierungsunsicherheit: Kontakt zu bewährten Finanzierungspartnern herstellen
  • Nicht-monetäre Anreize prüfen: flexibler Übergabetermin, Übernahme bestimmter Möbel oder Ausstattung
  • Keine inhaltlichen Zugeständnisse beim Preis machen, nur um die Entscheidung zu beschleunigen

Typisches Ergebnis: Abschlussquote steigt deutlich. Käufer fühlen sich unterstützt statt unter Druck  was die Verhandlungsatmosphäre verbessert.

Makler vs. Privatverkauf der direkte Vergleich

Maklerverkauf Privatverkauf
Klare Preisstrategie auf Basis echter Marktdaten Orientierung an Onlineportalen (Angebotspreise, keine Abschlusspreise)
Professionelle Fotos, Grundrisse, Exposé-Texte Häufig Handyfotos, unklare Grundrisse, generische Beschreibungen
Strukturierter Besichtigungsprozess mit Vor-Qualifizierung Jeder darf besichtigen oft ohne Kaufabsicht oder Finanzierung
Emotionale Distanz in der Verhandlung Eigentümer reagiert auf Kritik emotional, gibt zu früh nach
Bieterwettbewerb durch gezielte Mehrfachvermarktung Verhandlung mit erstem ernsthaften Interessenten
Bonitätsprüfung vor Kaufzusage Finanzierungsstatus oft erst beim Notar geklärt
Haftung und rechtssichere Dokumentation Risiko von Aufklärungspflichtverletzungen

Häufige Fragen zur Maklerverhandlung (FAQ)

Kann ein Makler wirklich garantieren, dass er mehr erzielt als ein Privatverkäufer?

Eine Garantie kann kein seriöser Makler geben der Markt ist der Markt. Was ein guter Makler garantieren kann: einen strukturierten Prozess, der alle Hebel für den bestmöglichen Preis nutzt. In der Praxis liegt der Unterschied zum Privatverkauf bei gut vermarkteten Objekten regelmäßig im fünf- bis sechsstelligen Euro-Bereich.

Was kostet ein Makler und wann hat sich die Provision bezahlt gemacht?

Bei Immobilien Kufleitner beträgt die Maklerprovision nur 2,5% (inkl. MwSt.) jeweils für den Käufer und Verkäufer.  Bei einem Objekt mit 400.000 Euro Marktwert beträgt die Provision also für den Verkäufer ca. 10.000 Euro. Wenn der Makler durch professionelle Vermarktung und Verhandlung nur 5 % mehr erzielt  also 20.000 Euro ist die Provision doppelt bezahlt. Das Risiko trägt der Makler, denn er arbeitet auf Erfolgsbasis.

Wie erkenne ich einen Makler, der wirklich verhandeln kann?

Fragen Sie ihn konkret: Wie gehen Sie vor, wenn ein Käufer einen Preisabschlag fordert? Wie handhaben Sie mehrere Interessenten gleichzeitig? Was ist Ihre Strategie, wenn das Objekt länger als 60 Tage auf dem Markt ist? Ein erfahrener Makler gibt klare, konkrete Antworten. Wer dann anfängt zu schwimmen, handelt eher nach Bauchgefühl als nach Methode.

Ich möchte meinen Angebotspreis selbst festlegen. Ist das ein Problem?

Es kann eines werden. Ein zu hoher Angebotspreis lässt Immobilien „verbrennen" nach 60 bis 90 Tagen ohne Abschluss entsteht ein negativer Markteffekt, der den finalen Preis unter den ursprünglichen Marktwert drücken kann. Ein guter Makler wird Ihnen eine Preisempfehlung mit Datenbasis geben. Die Entscheidung liegt bei Ihnen aber Sie sollten die Konsequenzen kennen.

Lohnt sich ein Makler auch, wenn meine Immobilie in sehr gefragter Lage liegt?

Gerade dann. In gefragten Lagen wie Augsburg-Haunstetten, Kissing oder Mering entstehen durch professionell moderierte Bieterwettbewerbe besonders hohe Aufschläge. Hier ist die Differenz zwischen einem durchschnittlichen und einem sehr guten Makler am größten weil das Potenzial vorhanden ist, aber ohne Steuerung ungenutzt bleibt.

Fazit: Verhandlung ist keine Nebensache sie ist der Kern

Der Verkaufspreis Ihrer Immobilie hängt nicht allein davon ab, was Ihr Haus wert ist. Er hängt davon ab, wie gut der Verkaufsprozess vorbereitet ist, wie viele qualifizierte Käufer Sie ansprechen und wie sicher und strukturiert die Verhandlung geführt wird.

Ein erfahrener Makler bringt genau das mit: Marktkenntnis, emotionale Distanz, den richtigen Zeitpunkt und je nach Situation die passende Strategie. Die Provision ist kein Kostenfaktor. Sie ist eine Investition in das Ergebnis.

Der erste Schritt ist immer der gleiche: Lassen Sie Ihre Immobilie professionell bewerten und sprechen Sie offen über Ihre Verkaufsziele. Dann wissen Sie, was möglich ist.

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Frank Kufleitner
Frank Kufleitner
Frank Kufleitner ist leidenschaftlicher Immobilienexperte und Geschäftsführer von Immobilien Kufleitner. Der gebürtige 1977er blickt auf eine langjährige Erfahrung im Vertrieb und Investment von Immobilien zurück. Seine Begeisterung für den Markt im Großraum Augsburg und dem Wittelsbacher Land ist tief verwurzelt: Er versteht Immobilien nicht nur als nackte Zahlen, sondern als wertvolle Lebensräume und sichere Sachwerte. Wenn er nicht gerade für seine Kunden den wahren Wert ihrer Objekte verteidigt, genießt der Familienmensch die Zeit in der Region. Er ist verheiratet und stolzer Vater von zwei Kindern – ein Grund mehr, warum ihm eine ehrliche und zukunftsorientierte Beratung für Generationen besonders am Herzen liegt.
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